Hans Glauber

 

Das Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige wurde im Jahr 1989 von einer Gruppe von engagierten Bürgern gegründet.
Unter ihnen war auch der Soziologe, Künstler und Ökologe Hans Glauber.
Als langjähriger Präsident des Ökoinstituts wurde er für viele zum Inbegriff des Instituts und dessen Entwicklung.
Nach seinem überraschenden Tod 2008 hat das Ökoinstitut in dem Buch „Utopie des Konkreten“ seine nachhaltigen Versionen einer ökologischen Wende schriftlich festgehalten - Dieses Lebenswerk bleibt Motivation und Leitfaden für das Ökoinstitut.

Das Buch kann über das Ökoinstitut bestellt oder im Buchhandel bezogen werden.

 

 


Nachruf


02.09.1933 - 24.04.2008

Lieber Hans / Caro Hans,

wie oft haben wir in diesen Tagen von deinem unermüdlichen Optimismus und deiner Einsatzfreude gesprochen, von deiner Lust zu überzeugen. Du warst ein Missionar der konkreten Utopien, für eine Welt, die zukunftsfähig werden muss. Die Notwendigkeit der ökologischen Wende und der Übergang zum solaren Zeitalter waren seit zwanzig Jahren deine feste Überzeugung. Heute spricht jeder davon und glaubt, kein Weg könne daran vorbeiführen.

Es war ja nicht immer einfach. Du aber hast das Eis gebrochen. Mit deiner charmanten Art, mit deiner Lebensfreude, die du meist ausgestrahlt hast und die ansteckend war.Es war für dich klar, dass zukunftsfähiges Leben direkt mit gutem Leben, mit Genuss, mit Freude, mit Schönheit verbunden war. Alles andere hätte niemanden überzeugt. Genauso war dir klar, dass man die Wirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung gewinnen muss. Du hattest mit Unternehmern nie Berührungsängste, wenn es um Ökologie ging. Vernünftig wirtschaften ist auch ökologisch, war deine Überzeugung. Oft hast du dabei auch nur kleine Erfolge nach Hause gebracht, aber jeder kleine Schritt war für dich wichtig. Dafür wurdest du von manchen auch stark kritisiert. Wenn wir heute dank Klimahaus und großflächiger Photovoltaikanklagen in Europa führend sind, kannst vor allem du stolz sein. Auch beim Umbau deiner Wohnung in Bozen hast du neue Maßstäbe gesetzt.

Wer zusammen mit dir gearbeitet hat, weiß, dass es nicht immer leicht war. Dir nein zu sagen war beinahe unmöglich. Entweder war es deine Überzeugungskunst oder deine Beharrlichkeit. Du wusstest, wohin du wolltest und kamst dort auch meistens an. Aber zuletzt waren wir immer froh, dich ein Stück begleitet zu haben.

Du hast uns auch ein Stück Europa nach Südtirol gebracht. Zu den Toblacher Gesprächen hast du uns immer das Beste geboten. Wir haben immer wieder gestaunt, wie es dir gelang, so viel Wissen und Weisheit aus Nord und Süd nach Toblach zu bringen. Toblach war eine konzentrierte Universität mit den besten Professoren. Dies wurde hierzulande zu wenig erkannt und du hast darunter auch gelitten, aber das war für dich noch lange kein Grund aufzugeben.

Heute verabschieden wir uns von dir. Am selben Tag, an dem wir uns auch von unserem Freund Silvano Bassetti verabschieden. Du, lieber Hans und Silvano hattet Vieles gemeinsam. Vor allem habt ihr kulturelles Niveau in die Diskussion über die Zukunft unserer Stadt und unseres Landes gebracht. Von diesem Niveau ausgehend sollten wir weiter arbeiten und auch deshalb werden wir uns mit Dankbarkeit an euch erinnern.
 
Sicuramente sono state anche la tua biografia, la tua educazione e la tua conoscenza del mondo, ma soprattutto è proprio grazie alla tua generosità e alla tua sensibilità che hai da subito riconosciuto nel Sudtirolo quel luogo adatto che potesse fungere da ponte tra il Nord ed il Sud dell'Europa.
I Colloqui di Dobbiaco prima e l'Ecoistituto poi, dovevano - secondo te - proprio travasare le conoscenze dagli uni agli altri. Eri affascinato dalla razionalità e dall'efficacia con cui i tuoi amici del Nord applicavano le utopie concrete nel mondo dell'ecologia e volevi che anche al Sud giungessero questi messaggi incoraggianti.

E altrettanto ti affascinava contagiare il Nord con la gioia per il piacere e la bellezza. "Bellezza", infatti è stato il titolo dei Colloqui di Dobbiaco del 1998. Solo la tua sensibilità poteva individuare nell'amore per la bellezza uno degli aspetti fondamentali e imprescindibili per consentire una conversione ecologica. Anche alcuni di noi si erano stupiti di questa tua scelta. Ma come tante altre volte abbiamo poi dovuto riconoscere quanto avevi ragione. Sì, quella bellezza nella quale credevi sempre di più, più andavi avanti con l'età.

E vogliamo continuare a credere che la tua vita sia stata bella così come sei riuscito a trasmettercela. È così, nella tua bellezza, caro Hans che ti vogliamo ricordare.

 


 

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