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NetWorkMob in Innsbruck
Der Transportsektor ist unter anderem aufgrund seiner starken Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen einer der größten Verursacher von Treibhausgasen in der EU. 2019 war er für knapp 26% aller europäischen Treibhausgasemissionen verantwortlich1. Auffällig ist dabei die negative Trendentwicklung: Während die europäischen THG-Emissionen insgesamt in den letzten Jahrzehnten um etwa 25% gesunken sind, stiegen die Emissionen im Verkehrssektor um 33%1.
Dies verschärft die problematische Rolle des Sektors, der sowohl für globale Krisen wie dem Klimawandel als auch für lokale Probleme wie Luft- und Lärmverschmutzung sowie die daraus resultierende Zerstörung von Ökosystemen mitverantwortlich ist1. Etwa 60% des europaweiten Verkehrs entfallen dabei auf den motorisierten Individualverkehr von PKW. Über 50 % dieser PKW-Fahrten sind Arbeits- oder Dienstfahrten und zählen somit zur betrieblichen Mobilität.
Aus einer ökologischen Perspektive ist es daher dringend erforderlich, sich mit einer nachhaltigen (Um-)Gestaltung der betrieblichen Mobilität zu beschäftigen. Genau zu diesem Zweck hat sich das Ökoinstitut am 15.01 im Rahmen des Interreg-Projekts „NetWorkMob – Netzwerk für betriebliches Mobilitätsmanagement“ nach Innsbruck aufgemacht.
Gemeinsam mit unseren Projektpartnern aus Südtirol – dem Regional Management Pustertal und der Plattform Land – sowie aus Tirol – dem Klimabündnis Tirol und dem Regionalmanagement Innsbruck Land – wurden anstehende Workshop-Konzepte diskutiert, der vom Ökoinstitut entwickelte BMM-Check Light vorgestellt sowie den Entwurf einer Peer Learning Plattform präsentiert. Am Tag darauf ging’s dann nach Kematen in Tirol: Dort besichtigte das Ökoinstitut die Büroräumlichkeiten des Regionalmanagements Innsbruck Land. Im Rahmen einer Dorfbesichtigung fand zusammen mit dem Architekturbüro U1architektur zudem ein Austausch zu Mobilität sowie zu weiteren nachhaltigkeitsrelevanten Themen statt, darunter das vor Ort praktizierte Leerstandsmanagement.
In den kommenden Monaten folgt nun der Wissenstransfer: Erarbeitetes Wissen und Konzepte werden in mehreren Treffen mit Pilotarbeitgebern in Südtirol und Tirol umgesetzt. Gemeinsam werden dabei konkrete Maßnahmen für eine nachhaltigere Gestaltung der betrieblichen Mobilität entwickelt.
Ein gelungener Start ins Jahr also – jetzt geht es mit voller Energie weiter. Natürlich nicht mit dem Verbrenner, sondern am besten mit Öffis, Fahrrad oder zu Fuß.
Q1 European Environment Agency (2022): Transport and environment report 2022. Digitalisation in the mobility system: challenges and opportunities. doi:10.2800/47438


