21.10.2025

Nachhaltig in die Energiezukunft

Regional und verantwortungsvoll: So kann Nachhaltigkeit im Energiebereich gelingen.

Wie nachhaltig kann regionale Energie sein?

Diese Frage stellte sich die Vinschgauer Energie Konsortium Genossenschaft (VEK) mit ihrer Energiemarke VION – und suchte nach klaren Antworten. Gemeinsam mit uns vom Ökoinstitut und in Zusammenarbeit mit dem Raiffeisenverband hat die Genossenschaft ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht erarbeitet. 
Ziel: Verbräuche und CO₂-Emissionen sichtbar machen, zentrale Handlungsfelder benennen und Maßnahmen für eine klimafreundliche Zukunft entwickeln. Aufbauend darauf wurde zudem eine Nachhaltigkeitsstrategie für die kommenden Jahre ausgearbeitet, die als Leitfaden für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Entwicklung dient.
 

Im November 2024 starteten wir gemeinsam mit der VEK in den Prozess: Kick-off, Mitarbeiter:innen-Workshop und erste Maßnahmen, die von den Beschäftigten selbst entwickelt und priorisiert wurden. So wurde Nachhaltigkeit von Anfang an breit im Unternehmen verankert. Anschließend begleiteten wir die VEK Schritt für Schritt: Wir führten Stakeholder-Befragungen durch, legten die Systemgrenzen für die Datenerhebung fest, werteten die erhobenen Daten aus, bereiteten sie auf und präsentierten die Ergebnisse im Verwaltungsrat. Auf dieser Basis entstand der erste umfassende CO₂-Fußabdruck für die Jahre 2022–2024.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die VEK konnte ihre Emissionen im Beobachtungszeitraum bereits um rund 24 Prozent senken. Einen wesentlichen Beitrag lieferte die 2023 in Betrieb genommene Photovoltaikanlage, die Strom für den Eigenverbrauch bereitstellt und zusätzlich rund 22 Tonnen CO₂ im nationalen Stromnetz einspart. Gleichzeitig wurde deutlich, wo die größten Emissionstreiber liegen – etwa in der Mobilität durch Kunden- und Systembetreuung oder im Abfallaufkommen durch Neubauten der Energieinfrastruktur.

Genau an diesen Punkten setzt die VEK nun an: mit konsequenter Digitalisierung, der Reduktion des Papierverbrauchs, der schrittweisen Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität sowie der Ernennung eines Nachhaltigkeitsbeauftragten, um nur einige Maßnahmen zu nennen. Wie Geschäftsführer Alexander Telser im Verwaltungsrat treffend formulierte: „Die richtige Arbeit beginnt für uns jetzt.“ 

Und die VEK denkt noch weiter: Unter dem Stichwort „Wirtschaft der Zukunft“ wurden Themen identifiziert, die langfristig verfolgt werden sollen – von Stromspeicherlösungen mit Wasserstoff über Windkraft bis hin zur Mobilitätswende. Mitarbeitende und Stakeholder werden dabei auch künftig eng eingebunden. So entsteht nicht nur ein klarer nachhaltiger Kurs, sondern auch ein attraktives Arbeitsumfeld.
Darüber hinaus stärkt die VEK durch ihre Tätigkeit die regionale Wertschöpfung und trägt als wichtiger Arbeitgeber im Vinschgau zur sozialen Nachhaltigkeit bei – durch faire Arbeitsbedingungen, regionale Auftragsvergabe und die Förderung von Inklusion und Teilhabe.

Mit diesem ersten Nachhaltigkeitsbericht legt die VEK den Grundstein für ihre Nachhaltigkeitsstrategie und zeigt, wie ökologische Verantwortung Schritt für Schritt in allen Bereichen verankert wird. Wir vom Ökoinstitut freuen uns, diesen Prozess von Anfang an gemeinsam mit dem Raiffeisenverband begleitet zu haben – und mit der VEK die Energiezukunft des Vinschgaus aktiv mitzugestalten.

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