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Mikroplastik als Rohstoff
Aus Abfall wird Rohstoff - das Prinzip der Kreislaufwirtschaft und Fokus unseres Interreg Projektes MICRO-ALPS.
Vor allem bei unserem letzten Partnertreffen am 24. Februar in der Fachhochschule Kärnten in Villach drehte sich alles rund um Mikroplastik-Abfälle aus der Brillenlinsenindustrie. Ziel ist es, die richtige Mixtur aus dem Mikroplastik und PLA (Polylactide) zu finden, um daraus ein Filament für den 3D-Druck herzustellen. Gedruckt werden sollen qualitativ hochwertige Gegenstände, die den Industrien, welche Mikroplastik durch ihre Produktionsprozesse erzeugen, einen Ansporn geben sollen, das Mikroplastik zu sammeln. Damit soll vermieden werden, dass Mikroplastik ungefiltert in der Umwelt landet.
Es ist erstaunlich, welche Herausforderungen dieser Prozess für uns und unsere Projektpartner mit sich bringen kann: von der Beschaffung der Abfälle aus der Brillenlinsenindustrie, der Identifikation der chemischen Zusammensetzung der Linsenmaterialien, bis hin zur Erzeugung eines passenden Filaments für den 3D-Druck. Wobei es auch Teil unserer Aufgabe ist, die Forschung im Kontext der Umsetzbarkeit am Markt zu betrachten.
Während des Treffens an der FH Kärnten hat uns unser Projektpartner ADMiRE Research Center (FH Kärnten) einen Einblick in die Komplexität der Filamente für den 3D-Druck gegeben. Viele Faktoren beeinflussen das Filament: Temperatur, Druck, Größe und Art der Mikroplastikpartikel, Verhältnis von PLA und Mikroplastikpartikel sowie Durchmesser der Düse, aus der das Filament austritt. Dabei ist das resultierende Filament nicht immer berechenbar und überrascht auch die Forscher:innen manchmal in Form und Konsistenz.
Die Suche nach der passenden Mixtur für ein Filament aus Mikroplastik-Abfällen der Brillenlinsen-Industrie ist also noch im vollen Gange und wird das MICRO-ALPS Projekt und zukünftige Partnertreffen noch weiterhin beschäftigen.
