Entwicklungshilfe in Leon, Nicaragua

Das Projekt aus dem Jahr 2008 hatte die „Verbesserung der wirtschaftlichen und sanitären Bedingungen der ländlichen Bevölkerung von 6 Gemeinden des Bezirkes Leon, Nicaragua“ zum Inhalt. Es ging darum, der einheimischen Bevölkerung von Sutiava, einem Bezirk von Leon in Nicaragua, zu helfen, sich selbstständig zu ernähren und Zugang zu den Wasserquellen zu erhalten. Dies wurde anhand von mehreren Programmpunkten erreicht, welche eine effizientere Verwaltung der Wasserressourcen vorsahen.
Die Aktionen teilten sich in unterschiedliche Bereiche auf:

  • Vermehrung der vorhandenen Wasserressourcen durch den Bau von Brunnen.
  • Bildungsaktivitäten, welche die Fähigkeit vermitteln, die Brunnen selbstständig zu bauen und zu verwenden.
  • Verbesserung des Verbrauchs und des Zugangs zu Wasserquellen durch Bewässerungssysteme, um die Produktion in der Landwirtschaft zu erhöhen.
  • Bekämpfung der Wasserverschmutzung durch die Förderung einer korrekten Müllverwaltung.

Um den letzten Punkt erfolgreich zu initiieren, traf eine Mitarbeiterin des Ökoinstituts Südtirol/Alto Adige im Sommer 2008 die lokalen VertreterInnen des Projekts in Leon. Während dieses Aufenthalts wurden die Grundlagen für Bildungsmaßnahmen innerhalb von Schulen verschiedenster Art in Leon gelegt. Ziel der Lerneinheiten war es, das Thema Müll und die Risiken, die mit einer schlechten Abfallentsorgung verbunden sind, zu vermitteln.
Andere Bildungseinheiten wurden bereits unmittelbar während des Aufenthalts selbst realisiert, vornehmlich während der Treffen mit den VertreterInnen zentral betroffener Gruppen.

Des Weiteren wurden die Voraussetzungen für eine Umweltanalyse geschaffen, welche die reale Situation des Abfallmanagements des Gebiets erfassen konnte. Diverse Besichtigungen haben außerdem den akuten Notfallcharakter des Müllproblems ersichtlich gemacht: Vor allem die 2008 in Betrieb gewesene Müllhalde (Basurero El Fortin) befand sich in verheerenden Zuständen. Während eines Treffens mit den Vertretern des Umweltausschusses der Gemeinde Leon wurden die zukünftigen Pläne zur Schließung der aktuellen Müllhalde sowie die Vorbereitung des neuen Entsorgungsplatzes beschrieben. Für diese neue Halde wünschte man sich adäquate - bisher komplett fehlende - Sicherheits- und Umweltmaßnahmen.

Wenn auf der einen Seite das Problem im Abfallmanagement ersichtlich war (Abfallsammlung nur in einigen Gebieten der Stadt, reduzierter Fuhrpark der Müllabfuhr, Mangel an Ressourcen für das Personal, etc.), so konnte man auf der anderen Seite die nicht minder große Notwendigkeit zur Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung feststellen. Das Projekt erlaubte es, im Besonderen auf diesen Aspekt einzugehen. Gleichzeitig waren die Begegnungen mit den institutionellen Vertreterinnen auch Gelegenheit, technische und organisatorische Faktoren zu thematisieren.

Neben dem Ökoinstitut Südtirol als Hauptverantwortlichem des Projektes war die NGO COSPE italienischer Projektpartner in Leon, der dank seiner Ressourcen vor allem die Koordination vor Ort und die technische Unterstützung der im Programm vorgesehenen Aktivitäten übernommen hatte. Das Projekt wurde vom Land Südtirol mitfinanziert.

 Zurück zur Liste 
 


 

Ökoinstitut Südtirol
Talfergasse 2
I-39100 Bozen, Italien
Tel. +39 0471 057300
Fax +39 0471 057319
E-Mail:
www.oekoinstitut.it
 
 
 
© 2017 Ökoinstitut Südtirol | MwSt-Nr. IT01385850217 produced by Zeppelin Group - Internet Marketing
DE | IT