Aktionsjahr und Auszeichnung „Ökologische Schule“

Mit dem Projekt „Ökologische Schule“ möchte man eine Schule als Ganzes in ein Umweltprojekt mit einbeziehen. Das heißt, man führt nicht nur verschiedene umweltsensibilisierende Projekte in den Klassen durch, sondern bezieht auch die Verwaltung, und damit das gesamte Schulpersonal, mit ein. Eine erfolgreiche Absolvierung wird mit der Auszeichnung „Ökologische Schule“ belohnt.

Wichtigste Thematiken, die behandelt werden, sind:
  •  Energie sparen
  • Wasser sparen
  • Müllvermeidung und Recycling
  • Nachhaltige Entwicklung

So werden zum Beispiel eine effiziente Mülltrennung, umweltverträgliche Reinigungsmittel, und 100% Nutzung von Recyclingpapier in der gesamten Schule eingeführt.

Zu Beginn unterzeichnet die Schule eine Absichtserklärung, am Projekt teilnehmen zu wollen. Damit bekräftigt sie den Willen, sich auf den Weg einer nachhaltigen Entwicklung begeben zu wollen. Für den Erhalt der Auszeichnung „Ökologische Schule“ sind dann verschiedene Kriterien zu erfüllen. Diese betreffen sowohl Bildungs- als auch Verwaltungsaufgaben.

 

Um die Anforderungen im Bildungsbereich zu erfüllen, sind verschiedene umweltsensibilisierende Projekte in den verschiedenen Klassen durchzuführen. Ziel dieser umweltpädagogischen Maßnahmen ist es, die SchülerInnen für die Umwelt zu sensibilisieren, d.h. ihnen die Problematiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Energie, Rohstoffen, Wasser, Papier und der Entstehung von Abfällen aufzuzeigen und ihnen Wege einer nachhaltigen Entwicklung darzustellen. Nachdem die Schule an sich ein Bildungsort ist, ist dieser Teil von sehr großer Bedeutung und muss in allen Klassen stattfinden, wobei aber verschiedene Schwerpunkte in den unterschiedlichen Altersklassen gesetzt werden können.

Ein ebenso wichtiger Bereich, um die Auszeichnung „Ökologische Schule“ zu bekommen, ist der Verwaltungsbereich einer Schule. Dafür soll als erstes eine Ist-Analyse durchgeführt werden, welche die akuten Mängel aufzeigt und damit Grundlage für die dann zu erarbeitenden Verbesserungsmaßnahmen ist. Außerdem versucht man mit verschiedenen Fortbildungen das Hausmeister- und Reinigungspersonal für eine energiesparende und umweltfreundliche Instandhaltung des Schulgebäudes auszubilden. Je nach Schultyp (Grund-, Mittel- oder Oberschule) werden die Unterrichtseinheiten und deren Inhalte angepasst. Der Verwaltungsbereich hingegen muss immer gleich behandelt werden.

Wenn alle Kriterien im Laufe eines Schuljahres erfüllt wurden, bekommt die Schule das Diplom „Ökologische Schule“ verliehen. Dieses ermächtigt die Schule, sich als Umweltschule zu bezeichnen und das Logo zu verwenden. Da mit einem Kriterienkatalog gearbeitet wird, wird die Vergabe der Auszeichnung objektiv nachvollziehbar und auch international vergleichbar. Für die Beibehaltung der Auszeichnung „umweltfreundliche Schule“ müssen bestimmte Unterrichtseinheiten für SchülerInnen bzw. Fortbildungen für die Lehrpersonen auch in den weiteren Jahren durchgeführt, sowie die Abfalltrennung und das Energiesparen konsequent weitergeführt werden.
 
Im Schuljahr 2009/2010 wurde zum ersten Mal in Südtirol das Zertifikat „ökologische Schule“ verliehen. Als Probeschulen wurden die beiden Mittelschulen „Wenter“ und „Negrelli“ in Meran ausgesucht. Man wollte, indem man sowohl eine deutsche als auch eine italienische Schule einbezog, sprachengruppenübergreifend das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit vorantreiben. 2010/2011 wurde das Projekt dann auch auf Grund- und Oberschulen ausgeweitet.

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