Energieeffizienz in den Gemeinden - ein Modell für die Zukunft

Das Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige beendet das Projekt Gemeinden A++ mit einem Sommergespräch zwischen GemeindevertreterInnen und Energie- und KlimaschutzzexpertInnen
Sommergespräch des Projekts Gemeinden A++
"Energieeffizienz und Energieeinsparung sind die Grundlage für eine nachhaltige Perspektive für unser Klima. Die europäische 20-20-20 Strategie hat eine Serie von Maßnahmen definiert, um das Ziel zu erreichen, die CO2 Emissionen innerhalb 2020 drastisch zu reduzieren", so Andreas Pichler, Geschäftsführer des Ökoinstituts Südtirol/Alto Adige, der in das Sommergespräch einleitete.
Auch Südtirol möchte innerhalb 2050 die Klimaneutralität weitgehend erreichen, und hat sich etwa zum Ziel gesetzt, den Energiebedarf des Landes in den kommenden 16 Jahren um 75% zu senken.
Um diese Ziele zu erreichen, sind vor allem starke und engagierte Gemeinden wichtig, da sie am nächsten am Bürger sind und wichtige Investitionsentscheidungen treffen.

Aus diesem Grund hat das Ökoinstitut zum Abschluss des Interreg IVa IT-AT Projekts "Gemeinden A++ - Wir sind Energie Gemeinde!" zu einem Sommergespräch geladen, bei dem aktuelle Entwicklungen und Visionen diskutiert wurden und analysiert wurde, ob sich Gemeinden und Organisationen in diesem Bereich in die richtige Richtung bewegen, sowie Synergien ausreichend nutzen.
Eingangs unterstrich Andreas Schatzer, Präsident des Gemeindenverbandes, wie wichtig Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in den Gemeinden seien, da diese sich "nicht nur für die Umwelt lohnen, sondern auch für die Gemeindekassen."
Das Ergebnis der Veranstaltung brachte Johanna Plasinger-Scartezzini, Amtsdirektorin des ASTAT, auf den Punkt: es sind noch weitere Anstrengungen notwendig, um die gesteckten Ziele für den Klimaschutz zu erreichen. Auch wenn Südtirol in Italien zu den stärksten Regionen zählt, was die Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern betrifft, so seien gerade was den Verbrauch betrifft weitere Anstrengungen und innovative Lösungen notwendig.
Helmuth Moroder, City Manager der Stadt Bozen, der die Sicht einer sehr engagierten Gemeinde brachte, rief hingegen dazu auf, Instrumente zu schaffen, welche die BürgerInnen dazu bewegen können, auch im privaten Umfeld und im Wohnbereich auf Energieeffizienz zu setzen.
Abschließend wurde durch den Direktor der KlimaHaus Agentur, Ulrich Santa, die Idee zum Programm KlimaGemeinde präsentiert, welche viele der Ergebnisse des Projekts “Gemeinde A++” aufgreift und weiterführen wird.

An der Veranstaltung haben auch VertreterInnen von Organisationen wie KlimaHaus Agentur, EURAC, TIS – Innovation Park, Energieforum Südtirol, u.a. teilgenommen. Die Projektleiterin Sara Giona zeigte sich zufrieden: "Ohne die teilnehmenden Gemeinden und Organisationen hätte das Projekt nie die hoch gesteckten Ziele erreichen können, welche die folgenden waren: 113 Gemeinden in den Projektregionen und über 512 involvierte Haushalte im gesamten Projektgebiet.

Abschließend wurden die Gemeinden A++ ausgezeichnet, welche ihre Energieeffizienz erfolgreich steigern konnten.

Bilder im Anhang: Bild 1: Feierliche Anerkennung für die Südtiroler Gemeinden. Im Bild Michele Braito, Referent der Gemeinde Neumarkt, und die Projektleiterin vom Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige, Sara Giona.

Das Projekt Gemeinden A++,
Das Projekt Gemeinden A++, realisiert in Zusammenarbeit von den fünf Territorien, Tirol, Kärnten, Provinz Belluno, Friaul Julisch-Venetien, zielt darauf ab, die Energieeffizienz in Gemeinden mit Hilfe von kompetenter Beratung und Sensibilisierungsmaßnahmen zu steigern und wird vom Europäischen Fonds für Regionalentwicklung INTERREG IV Italien-Österreich kofinanziert. Das Projekt wurde im September 2011 ins Leben gerufen und findet Ende August 2014 seinen Abschluss.

Projektergebnis:

Ziele Total
Anzahl der beteiligten Gemeinden 70 113
Anzahl der beteiligten Personen (GemeindemitarbeiterInnen) 140 512
Anzahl der beteiligten Familien 110.000 84.000

Weitere Informationen zum Projekt COME sind auf der Homepage des Ökoinstituts Südtirol/Alto Adige (www.oekoinstitut.it) sowie auf der Projektseite (www.energie-gemeinde.it) abrufbar.

Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige
Das Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige, 1989 als gemeinnütziger Verein zur Förderung nachhaltiger Entwicklung gegründet, ist auf nationaler und internationaler Ebene tätig. Es sieht seine Aufgabe in der Zusammenführung von Ökologie, Ökonomie und sozialen Belangen, indem es konkrete Projekte umsetzt, auf kulturellem Gebiet agiert und Maßnahmen zur Sensibilisierung setzt.


Weitere Informationen:
Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige, dott.sa Sara Giona, Tel.: 0471 980048, info@oekoinstitut.it



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