Der Weg ist das Ziel: Fachtagung für nachhaltige Mobilität

Am 25. November fand die diesjährige grenzüberschreitende Mobilitätstagung in Bozen statt. Rund 100 BürgermeisterInnen, GemeindevertreterInnen, PlanerInnen und Interessierte waren der Einladung des Ressorts für Mobilität der Provinz Bozen und des Ökoinstituts Südtirol/Alto Adige gefolgt und haben sich zum Thema nachhaltige Mobilität neue Impulse geholt, Best-practice-Beispiele kennengelernt und sich untereinander ausgetauscht.
Das Thema Mobilität betrifft uns alle tagtäglich. Ob zur Arbeit, in die Schule, für Erledigungen oder zu den Freizeitaktivitäten: Wir alle haben das Bedürfnis oder die Notwendigkeit uns meist täglich fortzubewegen. Am liebsten wollen wir deshalb jederzeit so schnell wie möglich überall hinkommen. Gleichzeitig hat motorisierter Verkehr Konsequenzen für Klima und Umwelt. Weltweit verursacht der Verkehr rund 20 % der gesamten CO2-Emissionen, in Südtirol rund ein Drittel. „Das Land Südtirol hat sich im Rahmen der KlimaLand-Strategie vorgenommen, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 auf weniger als 4 t pro Kopf zu reduzieren. Dafür braucht es den Beitrag jedes Einzelnen von uns. Auch die öffentlichen Verwaltungen sollen weiterhin verstärkt dazu beitragen, gute Voraussetzungen zu schaffen, dass vermehrt mit Bus, Rad, Fahrgemeinschaft oder Elektroauto gefahren oder zu Fuß gegangen wird“ so der Landesrat für Mobilität Florian Mussner.
„Es kommt darauf an, wie wir die verschiedenen Verkehrsmittel geschickt miteinander kombinieren, um diese Ziele zu erreichen“, so die Geschäftsführerin des Ökoinstituts Südtirol/Alto Adige Irene Senfter. „Do the right mix“ übersetzbar mit „Die Mischung macht’s“ war auch das Motto der heurigen Europäischen Mobilitätswoche und zog sich durch die Themen der heurigen Fachtagung für nachhaltige Mobilität „Der Weg ist das Ziel“. Es kommt nur darauf an wie wir ihn gestalten.
Warum wählen wir welches Verkehrsmittel für welchen Weg? Mit welchen (baulichen, organisatorischen) Maßnahmen kann ich als Bürgermeister/in oder Gemeindereferent einen umweltfreundlichen Mobilitätsmix in der Gemeinde fördern? Wie kann ich meine Gemeinde fußgängerfreundlicher machen? Welche Effekte hat das tägliche Radfahren auf die Gesundheit? Welche Initiativen gibt es in Südtirol zur Förderung nachhaltiger Mobilität?
Zu all diesen Themen gaben verschiedene FachreferentInnen neue Impulse und VertreterInnen von Gemeinden stellten Best-practice-Beispiele vor und standen für die Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Die vorgeschlagenen Maßnahmen reichten von der Teilnahme am Südtiroler Fahrradwettbewerb, der Reaktivierung alter Fußwege in der Gemeinde, einem Theaterstück zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, einer Carsharing-Station in der Gemeinde oder dem Zur-Verfügung-Stellen von sicheren Fahrradabstellanlagen, vor.
Zudem wurde vom Projekt „Elektrifizierung der Vinschger Bahn“ berichtet sowie die Landesinitiative SOS Zebra von Giovanna Valentini, der Direktorin des Amtes für Führerscheine vorgestellt: „Mit dem Projekt SOS Zebra wollen wir die Mobilität nicht nur nachhaltiger, sondern auch sicherer machen und das Thema in die Schulen bringen“.

Ein wichtiger Programmpunkt der Tagung war auch die Prämierung des grenzüberschreitenden Wettbewerbs „Blühende Straßen“, der anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche in Südtirol und Tirol stattgefunden hatte. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Siegergemeinden geehrt.
Landessieger in Südtirol wurde die Gemeinde Wolkenstein i. G. Gesamtsieger wurde die Gemeinde Kufstein.
Die grenzüberschreitende Fachtagung reiht sich in die bereits seit 2009 im Rahmen der INTERREG-Projekte „Gemeinden MOBIL" und „Mobilität ohne Barrieren“ organisierten Fachtagungen, die jeweils abwechselnd in Tirol und Südtirol organisiert wurden und sich inzwischen bereits zu einem Fixpunkt in der Südtiroler Mobilitätslandschaft entwickelt haben.
Die Tagung wurde vom Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige im Auftrag des Assessorats für Mobilität der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Tirol organisiert und von der Landesmobilitätsagentur unterstützt.

GreenEvent:
Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde die Fachtagung als GreenEvent organisiert und von der Landesagentur für Umwelt zertifiziert. Das waren die wichtigsten umgesetzten Maßnahmen. So waren beispielsweise die Häppchen in der Kaffeepause biologisch und regional oder Fairtrade.


Ansprechperson:
Ariane Messner, MSc
ariane.messner@oekoinstitut.it
Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige
Talfergasse 2, Bozen
Tel: 0471 05 73 12
www.oekoinstiut.it

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