„Blühende Straßen“: Meran für Pferderennbahn auf Straße prämiert

„Grauen Straßenraum in bunten Lebensraum verwandeln“, so lautete das Ziel der Aktion „Blühende Straßen“, einem grenzüberschreitenden Wettbewerb im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September, welcher bereits zum zweiten Mal in Folge durchgeführt wurde. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. In Südtirol wurde der Wettbewerb „Blühende Straßen“ von der Landesmobilitätsagentur ausgerufen.
Im Zuge der gestrigen Verkehrsveranstaltung unter dem Motto „Zukunft: Mobilität“ wurden in Innsbruck die Ergebnisse dieses Wettbewerbs vorgestellt. Dabei wurde die Stadt Meran als Landessieger für Südtirol ausgezeichnet; sie hatte in Zusammenarbeit mit dem Reitzentrum Meran einen Straßenabschnitt in eine Rennbahn verwandelt. Dort wurden neben dem Reitangebot für Jung und Alt eine Reihe von weiteren Aktivitäten für Kinder geboten, wie beispielsweise Gesichter schminken, einen Banner mit Ideen für eine kinderfreundliche Stadt bemalen, usw. Für die Aktion wurde am Samstag und Sonntag, den 20. und 21. September, der Straßenabschnitt im Bereich der Toti-, der Piave- und der Petrarcastraße für den Verkehr gesperrt.

Andreas Pichler, Geschäftsführer des Ökoinstituts Südtirol, überreichte im Namen von Mobilitätslandesrat Florian Mussner der Stadt eine Urkunde und lobte diese für den Einsatz während der Europäischen Mobilitätswoche: Meran hatte sich bereits im letzten Jahr am Wettbewerb beteiligt.

Eine weitere Urkunde ging an die Gemeinde Reutte, die sowohl zum Landessieger in Nordtirol als auch zum Gesamtsieger gewählt wurde. Dort waren mehrere Straßen gesperrt und den BürgerInnen viele Attraktionen und Mitmach-Stationen geboten worden, sodass die Straßen zu einer großen Fußgänger-, Spiel- und Aktionszone wurden. Abends trafen über die vier Hauptverkehrsstraßen zeitgleich vier Musikkapellen am Marktgemeindeamt ein und anschließend bot die Zumba-Schule noch einen kostenlosen Kurs für Kinder und Jugendliche an.

Insgesamt beteiligten sich 24 Gemeinden Nord- und Südtirols an der Aktion „Blühende Straßen“. Die 9 Gemeinden aus Südtirol waren: Abtei, Gargazon, Marling, Meran, Moos in Passeier, Naturns, Neumarkt, Villnöss und Welschnofen. Sie alle setzten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Verbesserung der Lebensqualität vor Ort.

Hintergrundinfos:
Die Europäische Mobilitätswoche ist eine alljährliche europaweite Aktionswoche, deren Abschluss der weltweite Autofreie Tag am 22. September bildet. Dieser europaweit sehr erfolgreiche Aktionszeitraum soll Aktionen gewidmet sein, die für weniger Verkehr und somit mehr Lebensqualität in unseren Städten und Dörfern stehen. Auch in Südtirol machen mittlerweile jedes Jahr etwa 45 Gemeinden mit und bieten den BürgerInnen ein reichhaltiges Programm an einem oder mehreren Tagen im Laufe der Mobilitätswoche. Im Mittelpunkt aller Aktionen stehen das Fahrrad und das Zufußgehen, der Verzicht auf das Auto und die Nutzung des Straßenraums als Raum zum Spielen und Verweilen.

Das Ökoinstitut Südtirol koordiniert die Mobilitätswoche mit finanzieller Unterstützung der Landesumweltagentur und der Stiftung Sparkasse, und betreut im Auftrag der Landesmobilitätsagentur den Wettbewerb „Blühende Straßen“.

Die Verkehrstagung: „Zukunft Mobilität“ Nachhaltige Mobilität in Tiroler Städten und Gemeinden während der die Prämierung stattfand, war eine grenzüberschreitende Tagung, um innovative und klimafreundliche Mobilitätskonzepte zu diskutieren. An der heurigen Veranstaltung nahmen rund 150 ExpertInnen, VerkehrsplanerInnen und VertreterInnen aus Nord- und Südtiroler Städten und Gemeinden teil. Welche Rolle kommt Städten und Gemeinden bei der nachhaltigen Nutzung öffentlichen Raums zu? Welche Gestaltungsmöglichkeiten haben sie im Spannungsfeld zwischen Umwelt und Verkehr? Die Gäste aus Italien und Österreich widmeten sich bei der hochkarätigen Verkehrsveranstaltung von Land Tirol, Klimabündnis Tirol, der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol sowie dem Ökoinstitut Südtirol aktuellen Entwicklungen und Erfolgsbeispielen von lokalen Mobilitätsinitiativen.

Kontakt und weitere Informationen:
Andrea Seeber
Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige
Email seeber@oekoinstitut.it
Tel. 0471 057304

Bilder:
Foto1: Die Auszeichnung in Innsbruck; Fabrizio Oliver (Mitte) nimmt die Urkunde für die Stadt Meran entgegen, Quelle: © Klimabündnis Tirol / Lechner
Foto2: Die Pferderennbahn auf den Straßen Merans, Quelle: Gemeinde Meran

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