Ökoinstitut bringt Fahrradexperten nach Bozen

Pressemitteilung 4/2012

Kürzlich haben 7 Mobilitätsexperten aus 5 verschiedenen europäischen Städten, nämlich Brüssel (Belgien), Örebro (Schweden), Edinburgh (Schottland), Ljubljana (Slowenien) und Shkodra (Albanien) die Fahrradpolitik Bozens begutachtet; dabei unternahmen sie eine mehrstündige Fahrradtour durch das Stadtgebiet und trafen verantwortliche Politiker und Beamte der Stadt. Sowohl der Generaldirektor der Gemeinde Bozen Helmuth Moroder, als auch Gemeinderätin und Präsidentin der Mobilitätskommission Brigitte Foppa sowie der Direktor des Mobilitätsamtes Ivan Moroder erläuterten den Gästen die Maßnahmen der Stadt und standen in einem langen Gespräch Rede und Antwort. Zum Abschluss wurde der Gemeinde von den europäischen Gästen in einer Feedback-Runde ein großes Lob ausgesprochen, ihr gleichzeitig aber nahegelegt, sich weiterhin stark für die laufende Verbesserung und Förderung der Radmobilität einzusetzen. Insbesondere sei die Vervollständigung des Radwegenetzes von großer Wichtigkeit, ebenso wie eine kompakte Stadtplanung und die konsequente Berücksichtigung der Bedürfnisse der Radfahrerinnen und Radfahrer.

Der Besuch fand im Rahmen des EU-Projekts „CHAMP“ statt, in dem das Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige Partner ist. Das Projekt vereint sieben europäische Städte, die in ihrem Land als Vorzeigestädte im Bereich Radmobilität gelten. Das Ökoinstitut bringt dabei die Erfahrungen von Bozen ein, das in puncto Radmobilität in Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut bereits viel erreicht hat und mittlerweile mit 29% Fahrradanteil als die fahrradfreundlichste Stadt Italiens und als Vorzeigebeispiel in ganz Europa gilt. Zu den weiteren „Champions“-Städten gehören im Projekt Groningen (Holland), Örebro (Schweden), Ljubljana (Slowenien), Burgos (Spanien), Kaunas (Litauen) und Edinburgh (Großbritannien). Zusätzlich arbeiten noch Rad-Experten aus Belgien und Dänemark als Berater am Projekt mit. Bozen kann dabei vom Wissenstransfer mit einer Vielzahl von Mobilitätsexperten profitieren.

Bereits in den vergangenen Monaten haben Mitarbeiter des Ökoinstituts die Fahrradfreundlichkeit der Städte Burgos (Spanien) und Kaunas (Litauen) unter die Lupe genommen. Im Herbst gibt es dann erneut ein großes Treffen in Bozen, an dem Vertreter von einer Vielzahl von Städten aus ganz Europa teilnehmen werden.

Das Ziel des Projektes CHAMP ist es, durch das gegenseitige Lernen von den Erfahrungen der anderen Städte das Fahrrad als zeitgemäßes und nachhaltiges Verkehrsmittel noch weiter voranzutreiben. Dass dies durchaus möglich ist, zeigt etwa das Beispiel von Groningen (Niederlande): Dort wird bereits ein Anteil von 50% Radmobilität erreicht – und die Stadtverwaltung will noch höher hinaus. Denn die Vorteile des Radfahrens im Alltag liegen auf der Hand: Radfahren ist gesund, es verursacht keinen Lärm, keine Umweltverschmutzung und schont auch noch die Brieftasche!

Nähere Informationen zum EU-Projekt CHAMP gibt es im Internet unter
www.champ-cycling.eu und beim Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige.

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